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Geschichte des Billard


  • In der Antike gab es viele verschiedene Ballspiele, die mit Stöcken gespielt wurden.

  • Im 13. Jahrhundert kam ein Spiel auf, das mit dem Billard, wie wir es heute kennen, verglichen werden kann. Es wurde allerdings im Freien auf offenem Feld gespielt. Da sich dieses Spiel großer Beliebtheit erfreute, wurde es von den offenen Feldern in den Hof und bei schlechtem Wetter in die Innenhöfe verschoben. Schließlich fand es seinen Weg in die Säle auf große Tische.

  • Der Name Billard leitete sich von dem Begriff „bille" ab, wie eine ganz winzige Kugel genannt wurde.

  • Den ersten bekannten Billardtisch kaufte der französische König Louis XI. im Jahr 1470.

  • Das Spielen auf Billardtischen setzte sich an den englischen und französischen Höfen immer mehr durch. Die Freiluftvariante hielt sich dennoch bis ins 16. Jahrhundert.

  • Die Tische waren aus Holz gefertigt und schon damals mit einem grünen Tuch bespannt. 1814 spezialisierte sich ein Engländer als erster auf die Herstellung von Billardtischen und Zubehör. Er war auch weitgehend für die Entwicklung der Tische in Richtung auf die heute benutzte Form verantwortlich.

  • Die Kugeln waren anfänglich aus Holz, das allmählich von Elfenbein und schließlich von synthetischem Kunstharz abgelöst wurde.

  • Das Queue wandelte sich, wegen den Banden an den Billardtischen, vom ursprünglich verwendeten Schläger hin zu einem Stock (Queue). Übrigens fing man erst wegen den Banden an den Billartischen an, mit der dünnen Seite des Queues zu stoßen. Blieb nämlich ein Ball an der Bande liegen, war es sehr schwierig, ihn mit dem dickeren Unterteil des damals noch üblichen Schlägers anzuspielen.
    Seit Beginn des 18. Jahrhunderts wird die Spitze des Queues mit einem Leder versehen, wodurch es seitdem möglich ist, die Spielkugel auch außerhalb der Mitte anzuspielen ohne abzurutschen. Der Gebrauch von Kreide zur Vermeidung des Abrutschens war auch schon vorher üblich.
  • Spielarten
    Heute gibt es vier Billard-Spielarten, die sich in Ausrüstung, Spielregeln und Taktik grundsätzlich unterscheiden: Pool, Snooker, Karambol und Kegel
    Die älteste Spielvariante scheint eine Kombination zwischen Kegel und Pool-Billard gewesen zu sein.
    Um 1810 herum fingen die Franzosen an, Spieltische ohne Löcher herzustellen. Dieses Karambol-Spiel setzte sich in Europa durch.
    Die englische Spielart mit den 15 Kugeln und Löchern breitete sich in den USA um 1860 aus. Die erste amerikanische Pool-Meisterschaft wurde 1878 ausgetragen.
    Snooker wurde 1875 von englischen Soldaten erfunden.
    Seither sind diese vier Spielarten voneinander getrennt und finden auf der Erde unterschiedliche Verbreitungsgebiete.
  • Heute ist Billard ein Sport und ein Hobby zugleich und wird von abermillionen Spielern ausgeübt. Es gibt in allen vier Spielarten ein regelrechtes Netz von Turnieren, von lokalen bis zu weltweiten Wettbewerben. Vor allem in England, den USA und Australien gibt es professionelle Spieler, die in einzelnen Fällen astronomische Summen verdienen, welche sich durchaus mit jenen Gagen vergleichen lassen, die heutzutage im Tennis oder anderen Spitzensportarten gezahlt werden.